TINTIN

Pressefoto // Klick für Druckauflösung // Credit: Anja Jurleit

Schalte ich das Radio ein, erwartet mich das unendliche Gedudel der deutschen Popkultur. Ein Einheitsbrei, der seinesgleichen sucht. Aber danach verlangt mein musikverliebtes Herz heute nicht. Und das wird es auch morgen oder übermorgen nicht. Das wird es nie!

Ich wünsche mir frische, ehrliche Emotionen – mit Personality. Etwas Zurückversetzendes in die poppig-melancholische 80er-Jahre-Welt, mit deren Hymnen mich mein Vater dieser Geliebten, der Musik, bekannt gemacht hat. Dabei aber so modern wie noch nie. Etwas, das meine gewohnte anfängliche Skepsis schnell in Neugier und Euphorie umschlagen lässt. Rein zufällig stoße ich beim Stöbern dabei auf TinTin. Sie kreieren eine Musik aus analogen Synthesizer-Wänden und Chorus-Gitarren, getragen von teils Hip-Hop-lastigen Schlagzeugsounds. Oben drauf liegt eine zarte Stimme, welche lyrisch in die Abgründe der menschlichen Seele taucht. TinTin, das sind Jacob Feustel und Sebastian Schütze. Sie schreiben zusammen deutsche Songs, produzieren alles selbst in den heimischen vier Wänden und überzeugen live mit ihren zwei Mitstreitern am Bass und den Drums als vierköpfige Band. Das kann laut werden – ohne an Softness einzubüßen.

Habe ich vielleicht gefunden, was ich suche? Es sieht ganz danach aus! Vielen Dank, TinTin.


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