HELGEN

Pressefoto // Klick für Druckauflösung // Credit: Hanse Song Festival

Da ist Helge, der Sänger und Gitarrist. Gut kann er sich daran erinnern, wie er als Jugendlicher im Posaunenchor das Tenorhorn bediente, was aber nur der Anfang war. Über die Jahre lernte Helge jedes Instrument, das ihm in die Hände kam. Da ist Timon, der Drummer. In der Schule spielte er schon als Elfjähriger in den Bands der Großen mit. Und da ist Niklas. Heute Bassist, früher gerne mit der Chitarrone unterwegs, einer in Vergessenheit geratenen Lautenart.

Eklektisch, smart, eingängig. Sehr zeitgemäß, aber nie an irgendwelchen Trends interessiert. Manchmal gen Funk schielend, manchmal eher akustisch. Während das Klavier aus der Distanz hämmert, die Gitarre im Twang verhallt und das Schlagzeug nervös zuckt, singt Helge nicht ohne Wut im Bauch übers Musikmachen, beziehungsweise dessen Rezeption: „Das mit der Musik, das führt doch zu nichts. Hunger-, Hunger-, Hungertuch, das wär nichts für dich. Das ist für Leute mit Tattoo, Leute mit Narben, Scheidungskinder, die später Scheidungskinder haben.“

Man könnte ewig so weitermachen. Einzelne Songzeilen extrahieren. Sich davon begeistert zeigen, weil Texte im deutschen Pop zuletzt meistens nicht zu Begeisterungsstürmen führten. Weil generell Pop hierzulande zuletzt so mut- und bocklos klang. Es ist ein ausgesprochener Glücksfall, dass es die Band Helgen gibt.

 

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