ELEMENT OF CRIME

Pressefoto // Klick für Druckauflösung // Credit: Charlotte Goltermann

Alles wie immer: Perfekt komponierte Songs, deren Perfektion beiläufig und naturgegeben
klingt. Texte, die mühelos von Alltagsbanalitäten zu existentiellen Gedankenblitzen führen.
Präzise gespielte, rumpelnde Balladen, als träte Bob Dylan mit Band auf einer Kleinstadtkirmes auf. Walzerartige, aus der Ferne mexikanisch klingende Stücke, bei denen die Musiker wegen der glühenden Sonne hoffentlich weiße Cowboyhüte tragen. Und wie immer Texte, die nur jemandem einfallen können, der nebenbei ein großer Schriftsteller ist und weiß: seit 200 Jahren müssen die wahren Romantiker mit jedem Satz den Krieg gegen die Sentimentalität gewinnen.

Die Instrumente befreien häufig vom Zentrum des Songs, sie probieren mehr aus. Die Trompeten spielen nicht nur das Stück, sondern spielen mit dem Stück. Hier und da kommt Jazz ins Spiel, die Gitarren klingen manchmal verzerrter, verrückter als früher.

So klingt Element of Crime musikalisch komplexer, angenehm zerzauster als zuletzt, aber – Entwarnung – nie doof experimentell, falsch ambitioniert oder prätentiös. Es ist immer die Musik, die wir Fans brauchen, wenn der Himmel grauer ist als erlaubt. Es sind immer die Songs, die die Angst oder das Nichts in ein elegantes Lächeln verwandeln.

Text: Helge Malchow

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